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Biologische Reinigung
Die biologische Stufe hat die Aufgabe, die gelösten biologischen Inhaltsstoffe im Abwasser mittels Mikroorganismen abzubauen.

Belebtschlammanlage 
Das Belebtschlammverfahren ist das meistverbreitete biologische Reinigungsverfahren in der Schweiz. Die Elimination der Kohlenstoffverbindungen erfolgt aerob (unter Verwendung von Luftsauerstoff) durch den biologischen Abbau von partikulärem und gelöstem Substrat, unter Bildung einer Biomasse und Kohlendioxid. Das vorgeklärte Abwasser durchfliesst die Belebtschlammbecken, in welchen unzählige und verschiedenartige Bakterien (Mikroorganismen) als Schlammflocken zusammengeballt, in der Schwebe gehalten werden. Diese veratmen mit Hilfe von eingeblasenem fein verteiltem Luftsauerstoff die gelösten und teilweise auch partikulären Verunreinigungen.


 
Nachklärbecken 
Im Nachklärbecken werden - analog den Vorklärbecken - unter Ausnützung der Schwerkraft die Schlammflocken aus der biologischen Reinigung vom Wasser getrennt und als Schlamm der weiteren Behandlung zugeführt. Das nun gemäss Vorschriften gereinigte Abwasser verlässt hier die Anlage und wird über die Aare wieder dem Wasserkreislauf zugeführt. 

Festbettanlage
 
Ein Teil des vorgereinigten Abwassers aus den Vorklärbecken wird über einen separaten Zulaufstollen in die Festbettanlage geleitet, wo primär Kohlenstoffverbindungen abgebaut werden. Zusätzlich wird in einem komplizierten Verfahren einerseits Ammonium zu Nitrat oxidiert (Nitrifikation), andererseits auch im Nitrat gebundener Stickstoff in gasförmigen Stickstoff umgewandelt (Denitrifikation). Das so gereinigte Abwasser verlässt hier die Anlage und wird, analog der Nachklärbecken, mittels Tiefenwassereinleitung in die Aare geleitet. Der auch bei diesem Reinigungsprozess entstandene Schlamm wird ebenfalls wiederum der Schlammbehandlung zugeführt.
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